Trinidad

Willkommen auf Trinidad hieß uns ein Zollbeamter, der eine etwas altertümliche Ansicht über Deutschland hat. Nachdem er gemerkt hatte, dass wir aus diesem wunderschönen Land kommen, fragte er uns, ob wir Statuen von Hitler in unserem Land hätten. Völlig entgeistert klärten wir ihn auf, dass dies dem nicht so sei und wir nicht stolz auf unsere Vergangenheit wären, wir deshalb auch nicht extra Statuen aufstellen…
Daraufhin fragte er uns, ob die Geschichte, die er gehört hätte, wahr sei. Und zwar müsse man seiner Meinung nach Strafe zahlen, wenn man in einem deutschen Restaurant nicht aufessen würde.
Ääääh, okay, davon haben wir auch noch nichts gehört und verneinten auch dies.
Seine letzte Frage war dann, ob wir in Deutschland immer noch auf blonde Frauen mit blauen Augen stehen würden, so wie zu Hitlers Zeiten. Das wurde dann gar nicht erst beantwortet und der Herr merkte, dass er wohl auf dem Holzweg sei. Seeehr merkwürdig!

Als wir die erste Hürde geschafft hatten, ging es per Taxi zum Hotel und auf dem Weg wäre Hauke fast aus dem Sitz gekippt. Die Spritpreise sind hier dermaßen gering, dass er zwei Mal nachgefragt hat. Der Liter Diesel kostet 16 Cent, Super hingegen kostet wahnwitzige 39 Cent.

Im Hotel wurden wir dann herzlich empfangen und alles gefiel uns auf Anhieb. Abends gingen wir nur noch kurz essen und probierten die lokale Küche. Sie ist quasi so wie in Costa Rica, denn es gab Reis mit Bohnen. Der nächste Tag wurde dann lediglich am Pool verbracht und wir entspannten uns etwas von den „anstrengenden“ Tagen in Costa Rica. :)
Am zweiten Tag holten wir dann mittags unsere Knatterkiste ab und fuhren an das andere Ende der Insel zum Asphaltsee. Den stellten wir uns wahnsinnig spektakulär vor, im Endeffekt ist er dies aber nicht :) Intreressant war es dennoch. Man kann den kompletten See begehen, da er getrocknet ist, man sinkt jedoch immer etwas ein, da durch die Sonne die Oberfläche angeschmolzen ist. An dieser Stelle würden wir euch gern etwas weiterbilden und erzählen, wie solch ein Asphaltsee entsteht, aber dies konnten wir unserem Guide leider auch nicht entlocken und da wir gerade keinen Internetanschluss haben, können wir auch nicht recherchieren. Please help yourself :)

Als wir dann am kommenden Tag uns die Strände der Insel anschauen wollten, gaben wir unser Vorhaben nach 30 Minuten im Stau auf. Da hier Feiertage sind, fahren alle Trinis ans Meer. Scheinbar störte es aber keinen bei 35° im Stau zu stehen, wir jedoch drehten um und fuhren zur letzten Sehenswürdigkeit auf unserer Liste: Dem Tempel im Meer.
Dieser hinduistische Tempel sollte ursprünglich auf dem Land gebaut werden, die Behörden jedoch haben dies verboten und so wurde dieser kurzerhand ins Wasser gebaut, da dieses Land niemandem gehöre. Klingt spektakulär, jedoch ist der Tempel gerade mal so groß wie ein Toiletten-Häuschen und man hat ihn in weniger als 30 Sekunden umrundet.
Interessanter war aber, dass in der Nähe gerade eine Zeremonie war, bei der scheinbar Tote verbrannt wurden oder so. Zumindest waren überall weiß gekleidete Inder, Leichenwagen und große Feuer.
Und dazwischen wir, als einzige weiße :)
Aber daran haben wir uns hier mittlerweile gewöhnt, denn jeder starrt uns an.

Wir sitzen am Flughafen von Trinidad und unser Flug wurde soeben aufgerufen.

Fotos gibts, wenn wir wieder in Deutschland sind.
Auf Tobago haben wir leider keinen Internetanschluss und sind somit erst ab dem 6.5. wieder erreichbar

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Costa Rica 3

Kurz nach dem wir aufgebrochen sind, kamen wir in unsere erste Polizeikontrolle in Costa Rica und Hauke hatte ein mulmiges Gefühl, da er nur den Führerschein der Cook Insel hatte. Der Polizist nahm sich diesen, schaute drauf und fragte, ob der Englisch sei. Nein – der kommt von den Cook Inseln! Der Polizist fragte noch einmal, ob der aus England sei und Hauke sagte noch einmal, dass dieser von den Cook Inseln sei. Daraufhin gab es nur einen verwirrten Blick und ein „Buenas Dias!“ und wir durften weiterfahren :)
Drei Stunden später kamen wir dann an unserem Zielort an, jedoch war unser Ziel verschwunden. Laut Navigationssystem sollte sich auf der rechten Seite unser Hotel befinden, allerdings stand dort nur ein großer Metallkasten… Auch die benachbarten Grundstücke sahen nicht aus wie das Hotel, das wir suchten. Also suchten wir uns ein neues aus dem Reiseführer aus und weiter ging es. Unser neu auserkorenes Ziel sollte 15 Kilometer Holperpiste weiter sein und dieses gab es dann auch wirklich. Laut Beschreibung des Reiseführers sollte hier alles aus Bambus sein, da der Besitzer ein Faible für dieses Material hätte. Dem war dann auch so und da man Scheiben nicht aus Bambus herstellen kann, wurde direkt darauf verzichtet. Ebenso gab es keine richtigen Wände, so dass wir im Endeffekt eine offene Hütte mit Bett hatten. Das Toilettenhäuschen stand einige Meter weiter im Dschungel, da der Besitzer so Naturbewusst gebaut hat, dass alle Bäume noch stehen und man somit um alles herumlaufen muss.
Auf den ersten Eindruck fanden wir es schick, da es etwas total anderes war. Außerdem flogen die Aras auf dem Grundstück umher, man hörte die Wellen rauschen und der Mitarbeiter machte auch einen sehr netten Eindruck. Also quartierten wir uns ein.
Als es dann dunkel wurde, stellten wir fest, dass es keine Lampen gibt. Lediglich im Haupthaus sind 3 kleine Lampen vorhanden, damit man unbeschwert dort lesen kann. Die Wege jedoch waren unbeleuchtet, so dass man immer eine Taschenlampe bei sich haben musste. Schließlich waren wir im Urwald, so dass kaum ein Lichtstrahl durch die Blätterdecke fiel. Beim Abendessen wurden wir dann aufgeklärt, dass man den Gästen zwar immer sagt, sie sollen eine Taschenlampe wegen der Skorpione, Schlangen und Co. dabei haben, um diese frühzeitig sehen zu können, es aber völlig unnütz sei. Schließlich wäre das Schicksal und man kann mit einer Taschenlampe nix gegen dagegen tun. Außerdem lernten wir viel unnützes Zeug über Yoga, da das quasi das einzige Thema am Tisch war für das ganze Abendessen… Die Krönung war jedoch, dass uns auch beiläufig mitgeteilt wurde, dass auf dem Gelände zwei Boa Constrictor leben. AHHH! Und da geh mal nachts auf die Toilette, die komplett offen ist und 3m weiter mitten im Wald steht und deine einzige Waffe ist eine funzelige Taschenlampe, die eh nix ausrichten kann. Prima :)

Abends dann im Bett stellten wir fest, dass die Matratze sehr unbequem war, was zur Folge hatte, dass Ellen nachts zwischendurch mal im Bett saß, weil ihr Rücken und Hüfte weh taten…
Als dann die Sonne um 5:30 aufging, haben wir direkt beschlossen, gleichzeitig mit ihr in den Tag zu starten. Etwas verschlafen sind wir dann aufgestanden und haben einen kleinen Gang am Strand gemacht. Nach dem Frühstück wurde dann direkt ausgechecked und wir zogen unsere Fahrt zum anderen Ende der Halbinsel um einen Tag vor.

Laut Reiseführer ist diese Strecke anstrengend und langwierig, die Seite unseres Hotels empfiehlt nur bei Trockenheit zu fahren und der Hoteleigentümer ging davon aus, dass wir per Boot anreisen. Wir entschieden uns jedoch, komplett per Auto zu fahren und die ersten 75% der Strecke waren recht angenehm. Dann stießen wir auf große Steinbrocken, tiefe Pfützen und Flüsse. Bei einem haben wir dann auch erst einmal schauen müssen, wo wir lang fahren könnten. Kurz nach dem wir aufgebrochen sind, kamen wir in unsere erste Polizeikontrolle in Costa Rica und Hauke hatte ein mulmiges Gefühl, da er nur den Führerschein der Cook Insel hatte. Der Polizist nahm sich diesen, schaute drauf und fragte, ob der Englisch sei. Nein – der kommt von den Cook Inseln! Der Polizist fragte noch einmal, ob der aus England sei und Hauke sagte noch einmal, dass dieser von den Cook Inseln sei. Daraufhin gab es nur einen verwirrten Blick und ein „Buenas Dias!“ und wir durften weiterfahren XXX
Drei Stunden später kamen wir dann an unserem Zielort an, jedoch war unser Ziel verschwunden. Laut Navigationssystem sollte sich auf der rechten Seite unser Hotel befinden, allerdings stand dort nur ein großer Metallkasten… Auch die benachbarten Grundstücke sahen nicht aus wie das Hotel, das wir suchten. Also suchten wir uns ein neues aus dem Reiseführer aus und weiter ging es. Unser neu auserkorenes Ziel sollte 15 Kilometer Holperpiste weiter sein und dieses gab es dann auch wirklich. Laut Beschreibung des Reiseführers sollte hier alles aus Bambus sein, da der Besitzer ein Faible für dieses Material hätte. Dem war dann auch so und da man Scheiben nicht aus Bambus herstellen kann, wurde direkt darauf verzichtet. Ebenso gab es keine richtigen Wände, so dass wir im Endeffekt eine offene Hütte mit Bett hatten. Das Toilettenhäuschen stand einige Meter weiter im Dschungel, da der Besitzer so Naturbewusst gebaut hat, dass alle Bäume noch stehen und man somit um alles herumlaufen muss.
Auf den ersten Eindruck fanden wir es schick, da es etwas total anderes war. Außerdem flogen die Aras auf dem Grundstück umher, man hörte die Wellen rauschen und der Mitarbeiter machte auch einen sehr netten Eindruck. Also quartierten wir uns ein.
Als es dann dunkel wurde, stellten wir fest, dass es keine Lampen gibt. Lediglich im Haupthaus sind 3 kleine Lampen vorhanden, damit man unbeschwert dort lesen kann. Die Wege jedoch waren unbeleuchtet, so dass man immer eine Taschenlampe bei sich haben musste. Schließlich waren wir im Urwald, so dass kaum ein Lichtstrahl durch die Blätterdecke fiel. Beim Abendessen wurden wir dann aufgeklärt, dass man den Gästen zwar immer sagt, sie sollen eine Taschenlampe wegen der Skorpione, Schlangen und Co. dabei haben, um diese frühzeitig sehen zu können, es aber völlig unnütz sei. Schließlich wäre das Schicksal und man kann mit einer Taschenlampe nix gegen dagegen tun. Außerdem lernten wir viel unnützes Zeug über Yoga, da das quasi das einzige Thema am Tisch war für das ganze Abendessen… Die Krönung war jedoch, dass uns auch beiläufig mitgeteilt wurde, dass auf dem Gelände zwei Boa Constrictor leben. AHHH! Und da geh mal nachts auf die Toilette, die komplett offen ist und 3m weiter mitten im Wald steht und deine einzige Waffe ist eine funzelige Taschenlampe, die eh nix ausrichten kann. Prima :)

Abends dann im Bett stellten wir fest, dass die Matratze sehr unbequem war, was zur Folge hatte, dass Ellen nachts zwischendurch mal im Bett saß, weil ihr Rücken und Hüfte weh taten…
Als dann die Sonne um 5:30 aufging, haben wir direkt beschlossen, gleichzeitig mit ihr in den Tag zu starten. Etwas verschlafen sind wir dann aufgestanden und haben einen kleinen Gang am Strand gemacht. Nach dem Frühstück wurde dann direkt ausgechecked und wir zogen unsere Fahrt zum anderen Ende der Halbinsel um einen Tag vor.

Laut Reiseführer ist diese Strecke anstrengend und langwierig, die Seite unseres Hotels empfiehlt nur bei Trockenheit zu fahren und der Hoteleigentümer ging davon aus, dass wir per Boot anreisen. Wir entschieden uns jedoch, komplett per Auto zu fahren und die ersten 75% der Strecke waren recht angenehm. Dann stießen wir auf große Steinbrocken, tiefe Pfützen und Flüsse. Bei einem haben wir dann auch erst einmal schauen müssen, wo wir lang fahren könnten. Aber irgendwann war auch diese Strecke vollbracht und wir kamen in einem schönen Hotel an, bei dem es erst einmal Kaffee und Kuchen gab.

Am nächsten Morgen brüllten draußen die Affen pünktlich um halb 6 und wir standen auf, nahmen unser Frühstück zu uns und es ging zusammen mit zwei Deutschen zu einem “Abenteuer-Trip” durch den Dschungel. Ein Einheimischer holte uns ab und per Pferd liefen wir etwa eine Stunde immer tiefer in den Regenwald, bis wir irgendwann an seinem Haus ankamen. Hier gab es kurz einen Kaffee und schon stiefelten wir los um den Primärwald zu erkunden. Erst auf einem großen Weg, dann auf einem etwas kleineren. Daraufhin erzählte er uns, dass links und rechts von uns im Wald viele Schlangen seien, man aber auf dem Weg sicher sei. Wir würden jetzt aber nicht über den Weg gehen, sondern quer Feld ein! SUPER!
Bevor wir überhaupt nachdenken konnten, ob wir mit wollen oder nicht, war er kaum noch zu sehen und wir rannten hinterher. Der Pfad war nach etwa 100 Metern nicht mehr zu erkennen und wir mussten allerlei Gestrüpp beiseite drücken, um noch voran zu kommen. Als dann Affen zu hören waren, wollte uns unser Guide diese natürlich zeigen und legte noch mal einen Zahn zu, so dass wir kaum noch hinterher kamen. Völlig durchgeschwitzt konnten wir dann einen Affen durch die Bäume huschen sehen – das war die Mühe absolut nicht wert.
Aber unser Führer brabbelte immer nur Aventura! Aventura! vor sich her, übersetzt heißt das Abenteuer.
Wir hingegen waren alle am fluchen und wollten keinen Schritt weitermachen. Jetzt sollte es aber zur Abwechselung mal wieder über einen Pfad gehen, an dessen Ende uns ein wunderschöner Naturpool in einem Fluss erwarten würde. Nach 100 Metern steil bergab und viel Rutscherei versicherte uns der Guide, dass der Weg zurück einfacher sei. Wir hofften, er hätte Recht, auch wenn wir es uns noch nicht so ganz vorstellen konnten warum der Aufstieg einfacher werden sollte. Nach weiteren 500 Metern bergab kamen wir dann endlich am Ziel an und freuten uns auf ein erfrischendes Bad. Der Naturpool sah jedoch alles andere als einladend aus. Den Grund vom braunen Tümpel konnte man nicht erkennen, jedoch sah man, dass eine starke Strömung herrschte. Die Männer trauten sich hinein, die Frauen blieben draußen. War wahrscheinlich auch besser so, denn erfrischend war das ganze nicht. Alle waren nach dem Bad außer Atem, weil man so stark gegen die Strömung ankämpfen musste.
Abtrocknen musste man sich übrigens nicht, da man sowieso wieder durch geschwitzten, nassen Klamotten anzieht. Also rein in die Sachen und es ging wieder los, dieses mal bergauf. Wir dachten, wir würden einen anderen, einfacheren, Weg zurückgehen, aber Pustekuchen, es ging den gleichen Weg wieder bergauf – im Affenzahn. Das war so wahnsinnig anstrengend! Hinzu kam, dass keine angenehmen Temperaturen herrschten, sondern wir bei etwa 30-35° im schwülen Urwald umherrannten. DAS brauchen wir nicht noch mal!

Aber wir nahmen es mit Humor und nach 3 Stunden hatte das ganze auch ein Ende und wir waren wieder beim Guide zu Hause, wo seine Frau für uns kochte. Zu Essen gab es allerlei, was man in Costa Rica nicht essen sollte, wegen der Bakterien und Co.:
Spiegeleier, dessen Eigelb noch roh war,
Nudelsalat mit ordentlich Mayonnaise und
dazu gereicht wurde Wasser mit Zitrone drin.

Überlebt haben wir es aber alle :)
Der Rückweg passte dann zum Rest des ganzen Tages, denn es regnete in Strömen, aber unsere Pferde trugen uns tapfer bis kurz vors Ziel. Irgendwann ging es für die Tiere nicht mehr weiter, denn das vormittags noch ruhige Flüsschen hatte sich in einen reißenden Strom entwickelt, dass die Pferde nicht mehr durchkommen würden. Also durften wir zu Fuß über eine klapprige Brücke gehen und den verbleibenden Kilometer zurücklaufen. Bergauf versteht sich natürlich!
Im Hotel gab es dann erst einmal ein vernünftiges Bier und abends fielen die Augen schon sehr früh wieder zu!

Allerdings gingen wir mit einem etwas mulmigen Gefühl ins Bett, da wir nicht genau wussten, wie am nächsten Morgen das Wetter aussehen würde. Denn wir wollten eigentlich die Halbinsel verlassen und weiterziehen, hatten aber etwas Angst, dass die Flüsse alle so anschwellen würden und keiner mehr mit dem Auto passierbar wäre. Wir hatten aber Glück, das Wetter besserte sich über Nacht und wir konnten die Halbinsel auf dem Landweg verlassen.

Unser Weg führte uns ein wenig unplanmäßig nach Jaco, einem wenig einladenden Touristenort, in dessen Nähe uns allerdings ein tolles Hotel empfohlen wurde. Uns gefiel es schließlich so gut, dass wir zweimal verlängerten und uns einfach am Pool entspannten. Das musste einfach mal seien! Ganz in der Nähe haben wir dann auch einen Baum am Strand entdeckt, in dem etwa 40 rote Aras rumkrakelten. Das war wirklich eindrucksvoll, denn sonst sieht man sie maximal zu viert!
Unsere restlichen Tage in Costa Rica verbrachten wir zum Teil in San Jose und machten hier zwei Tagesausflüge: Einen Tag waren wir Wildwasser-Raften, was sehr nass, spaßig und am Ende leider auch recht schmerzhaft war und den anderen Tag fuhren wir noch vor dem Morgengrauen in die Berge, um Quetzale zu beobachten. Das sind sehr, sehr schöne Vögel, die recht scheu sind und man selten zu Gesicht bekommt. Des Weiteren waren wir für 2-3 Tage an der Karibikküste mit zwei schweizer Mädels, die wir in unserer Sprachschule in Tamarindo kennen gelernt hatten. Wir stiefelten mit den beiden durch einen Nationalpark und konnten Tukane, Affen und einen Waschbären sehen, den Hauke mal wieder streicheln musste :)

Unseren vorletzten Tag verbrachten wir auf einer relativ einsamen Insel und auf dem Boot von Haukes Cousins. Das war wunderbar entspannend und ein toller Abschluss für unseren Aufenthalt in Costa Rica! Wir möchten uns an dieser Stelle auch ganz herzlich bei Hajo und Fabiola für ihre tolle Gastfreundschaft und Hilfe bei allen Dingen bedanken!

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Costa Rica

Vor 5 Tagen haben wir unseren Sprachkurs beendet. Es wurde auch höchste Zeit, denn Temperaturen von über 40° und der zunehmende Schwierigkeitsgrad erschwerten das Lernen sehr. Nach der dritten Woche schwand deshalb bei uns die Lust zu büffeln. Ellen hatte dabei jedoch noch etwas Pech, denn in der 2. und 3. Woche waren ihre Lehrerinnen wesentlich schlechter wodurch die Motivation deutlich sank. Wir haben jedenfalls unsere Abschlussurkunde bekommen und sind am nächsten Tag in Richtung San Jose aufgebrochen. Gemeinsam mit zwei netten Leuten (Schweizerin und Kanadier) aus unserer Sprachschule haben wir in „Monteverde“ einen Zwischenstopp eingelegt und eine Nacht verbracht. Monteverde ist ein kleines beschauliches Bergdorf, was jedoch auch schon dem Tourismus unterliegt. Hier haben wir eine 3-4 stündige Wanderung durch den Nebel- und Regenwald unternommen und unter anderem eine der giftigsten Schlangen in Costa Rica zufällig entdeckt. Der Reiseführer, der vor uns laufenden Gruppe, hatte diese nicht entdeckt. Wir hatten uns gegen die fachkundige Führung eines Parkrangers entschieden, da das eine recht teure Angelegenheit gewesen wäre – offensichtlich war das aber ja auch gar nicht nötig :)
Zurück zur Schlange: Ein Biss von diesem putzigen Gesellen und man ist binnen weniger Stunden tod – genau das ist vor kurzem einem Parkranger passiert. Also haben wir nur kurz ein Foto gemacht (mit Blitz versteht sich, ist ja dunkel im Wald) und haben uns vom Acker gemacht, bevor sie wütend wird und uns anspringt (fliegt wohl etwa 50cm weit um ihre Beute zu bekommen). In Monteverde haben wir uns außerdem noch einen Schmetterlingsgarten angeschaut und wurden dabei einem Biologen begleitet, der uns nicht nur so einiges über die Schmetterlinge sondern auch über andere in Costa Rica heimische Insekten erzählt hat.

Die Hin- als auch die Rückfahrt von Monteverde war ein Erlebnis, vor allem für’s Auto und unsere Hintern. Die Strecke besteht aus Schotterpisten mit zum Teil Steinen in der Größe von Bowlingkugeln. Schließlich kamen wir 4 Stunden und einem Stau später in San Jose an und wurden mit frischem Salat, Wurst, Käse und Wein zum Abendessen von Hajo und Fabiola empfangen. Den nächsten Tag verbrachten wir mit der Planung unserer nächsten zwei Wochen und gönnten uns ein wenig Ruhe bevor wir gestern einen Tagesausflug zum höchsten Vulkan Costa Ricas unternahmen. Der Wettergott meinte es gut mit uns und schenkte uns Sonne, als wir am Kraterrand standen, sodass wir nicht nur angenehme Temperaturen sondern auch einen halbwegs guten Blick auf den Vulkan erhaschen konnten. Als wir jedoch losfuhren begann es in Strömen zu regnen. Was für ein Glück!

Heute sind wir in südliche Richtung aufgebrochen und befinden uns aktuell in einem kleinen Ort namens Playa Ballena an der Pazifikküste. „Ballena“ bedeutet Wal und gab dem Ort aus zweierlei Gründen seinen Namen. Zum einen sieht ein Strandabschnitt bei Ebbe aus wie die Schwanzflosse eines Wales und zum anderen ziehen tatsächlich auch Wale vor der Küste entlang, um im warmen Wasser ihre Jungen zu zeugen und aufzuziehen. Davon haben wir bisher noch nichts gesehen, vielleicht gehen wir morgen an den Strand und halten mal Ausschau, aber viel Hoffnung haben wir nicht, da die Sicht unglaublich schlecht ist und die dicke Wolkendecke auch nicht zum Baden einlädt. Dennoch ist es sehr schön hier. Wir übernachten in einem Bed & Breakfast eines Bayern und ich (Ellen) sitze gerade im Garten der Finca. Um mich herum ist nur Regenwald, vor mir sehe ich das Meer in einiger Entfernung. Unzählige bunte Vögel (vor allem Kolibris) fliegen hier umher, man hört das Brüllen der Affen in den Bäumen und das Rauschen eines kleinen Baches während sich ab und zu eine kleine Echse mit weißem Kehlkopflappen zeigt. Natur pur.

Morgen werden wir nach dem Frühstück eine kleine Wanderung auf dem Gelände unternehmen und später auf die Halbinsel Osa fahren. Diese besteht hauptsächlich aus Nationalpark und beherbergt eine unglaubliche Artenvielfalt an Tieren und Pflanzen. Um die Halbinsel herum tummeln sich hunderte Delfine und auch Wale kann man hier mit etwas Glück sehen. Wir sind gespannt und freuen uns auf das kleine Paradies am südlichen Ende von Costa Rica. In etwa einer Woche werden wir dann wieder Richtung San Jose aufbrechen und die letzten Tage bis zu unserem Abflug mit Tagesausflügen in die nähere Umgebung verbringen. Wir hoffen es geht allen gut und freuen uns schon auf Berlin. Langsam bekommen wir doch Heimweh, gerade weil wir in der Zeit wo wir die Sprachschule besuchten eine gewisse Routine bekamen, die uns verdeutlichte was wir im Alltag vermissen. Wenn man nicht jeden Tag woanders ist und nicht ständig neue Dinge sieht, wird’s einfach irgendwann langweilig und man sehnt sich nach Hause. Auswandern könnten wir also nie! :)

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